2012 ist es an der Zeit für Fortschritte in Wiens Bildungssystem!
Im neuen Jahr sollten auch Wiens Bildungspolitiker, allen voran Stadtschulrats-Präsidentin Dr. Susanne Brandsteidl sowie Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch einige Neujahrsvorsätze haben, um Wiens Schulsystem zu verbessern. Einige Ideen zur Verbesserung des Wiener Bildungssystem möchte die Wiener Schülerunion als größte Schülerorganisation den verantwortlichen Personen mitgeben.
Containerklassen: Nein, Danke!
„Wie jeder Arbeitnehmer haben auch wir Schüler ein Recht auf einen angemessenen Arbeitsplatz. Gerade im Winter sind Containerklassen aufgrund der Kälte unerträglich!“, fordert Georg Kudrna, Landesobmann der Wiener Schülerunion, die völlige Abschaffung von Containerklassen und dass Wiens Schüler ausschließlich in ordentlichen Gebäuden unterrichtet werden. Containerklassen stellen in Wien seit den 70er Jahren eine theoretisch vorübergehende Alternative zu den normalen Klassenräumen dar, werden aber immer mehr zum Standard für zu wenig Platz in den Schulgebäuden. Anstatt Containerklassen braucht es ausreichend Platz in richtigen Schulgebäuden.
Ethik als alternativer Pflichtgegenstand an allen Wiener Schulen
In vielen Schulen Wiens ist Ethik schon ein eigenes Fach. Leider stoßen diese Schulen auf viele Schwierigkeiten, da sie die Kosten des Faches selbst decken müssen und die Mitglieder des Schulgemeinschaftsausschusses dieses Fach jährlich beantragen müssen.
„Ethik ermöglicht außerhalb anderer Unterrichtsfächer einen Überblick über die Weltre-ligionen und verschiedener Weltanschauungen. Außerdem trägt Ethik stark zur Persönlichkeitsentwicklung der Schüler bei und vermittelt viel Allgemeinwissen“, ist der Landesobmann der Wiener Schülerunion vom Unterrichtsfach Ethik überzeugt und fordert daher die Einführung von Ethikunterricht als alternativer Pflichtgegenstand an allen Wiener Schulen.
Letzte Chance für die AHS-Zentralmatura
Im Schuljahr 2013/14 soll erstmals die zentralisierte AHS-Reifeprüfung über die Bühne gehen. Obwohl es bis zur ersten Zentralmatura nur mehr zwei Jahre sind, sind die Vor-bereitungen für Schüler und Lehrer bis dato so gut wie nicht vorhanden. Landesobmann Kudrna dazu: „Informationen und Fortbildungen für alle Schulpartner zur Zentralmatura sind bislang alles andere als ausreichend, die gezielte Vorbereitung auf die zentralisierte Reifeprüfung ist noch immer nicht möglich, unter anderem auch deshalb weil die Schulbücher bislang größtenteils noch immer nicht auf die zentralisierte Reifeprüfung angepasst wurden.“ Die Wiener Schülerunion sieht jetzt die letzte Möglichkeit, dieses Defizit an Information und Vorbereitung aufzuholen, andernfalls endet die Zentralmatura desaströs. Kudrna sieht hierfür primär das Bundesministerium gefordert, aber auch den Wiener Stadtschulrat, welcher für ein angemessenes Informationsangebot Sorge zu tragen hat. Sollte es nicht zu einer sofortigen Verbesserung kommen sei eine Verschiebung der Zentralmatura unabdingbar.
Mehr Mitsprache der Schulpartner durch Einführung eines Landesschulgemeinschaftsausschusses
Außerdem fordert Landesobmann Kudrna die Einführung eines Schulgemeinschaftsausschusses auf Landesebene. Dieses Gremium, bestehend aus Lehrer-, Eltern- und Schülervertretern sowie Vertretern der Politik, soll nicht nur beratende Funktion sondern auch Entscheidungskompetenzen haben. „Ein schulpartnerschaftliches Gremium, welches in jeder Schule hervorragend funktioniert, soll auch auf Landesebene geschaffen werden, denn Entscheidungen sollen von denen getroffen werden, die sie auch wirklich betreffen – den Schulpartnern“, wünscht sich Kudrna abschließend die Einführung eines Wiener Schulgemeinschaftsausschusses.
Wiener Schülerunion freut sich auf Veränderung!
Die Wiener Schülerunion ist Wiens größte Schülerorganisation. Sie stellt 24 von 24 Mandate in der Wiener Landesschülervertretung. „Wir als Wiener Schülerunion wün-schen uns, dass unsere Vorstellungen und Ideen beachtet werden und stehen für Diskussionen, Dialoge und vor allem auch Konzepterstellungen gerne bereit“, freut sich Georg Kudrna, Landesobmann der Wiener Schülerunion, schon jetzt auf Fortschritte im Wiener Bildungssystem. Neben der Interessensvertretung bietet die Wiener Schülerunion den Schülern auch ein umfangreiches Service- und Fortbildungsangebot an.






